Hochschule Flensburg :: University of Applied Sciences Flensburg

FB2 Energie und Biotechnologie

Kanzleistrasse 91-93
D-24943 Flensburg
Germany

Telefon: +49 (0)461 805 01
Telefax: +49 (0)461 805 1300

URI: http://www.fb2.hs-flensburg.de/
URI: http://www.hs-flensburg.de/

Ganz nah
und
weit voraus!

Foto vom Campus der Hochschule
 
Final conference

 

14.11.2013 13:00-17:00

Alsion 2, Sønderborg, Dänemark

 
Kontakt


Prof. Dr. Helmut Erdmann

Tel.: +49 (0)461-805-1411

Dipl. Biol. Jan Lenke 

Tel. +49 (0)461/805-1264 

 

 
Laufzeit

01.09.2008-31.12.2013

Lab-on-Chip-Technologie für die schnelle Detektion von mikrobiellen Kontaminationen in der Lebensmittelindustrie


Als Partner des dreijährigen INTERREG IV A Projektes „Lab-on-chip“ entwickelt die Fachhochschule Flensburg gemeinsam mit den Partnern der Syddansk Universitet in Sonderborg, Dänemark und der Fachhochschule Kiel ein Lab-on-chip-Mikrosystem, das die frühe Entdeckung von Mikroorganismen in festen und flüssigen Matrices der biotechnologischen Industrie ermöglicht. Diese Technologie kann in verschiedenen Bereichen wie z. B. in der Lebensmittelverarbeitung und der Arzneimittelherstellung angewandt werden, um unerwünschte und schädliche Mikroorganismen in einem frühen Stadium erkennen zu können.

 

Hintergrund


Ein großes Problem in der Lebensmittelverarbeitung und Arzneiherstellung ist der Nachweis von mikrobiellen Kontaminanten. Schon wenige Mikroorganismen können in kurzer Zeit große Mengen eines Lebensmittels ungenießbar machen oder vergiften und die Produktion von Medikamenten gefährden. Die Verwendung kontaminierter Produktionslots stellt ein großes Risiko für die Lebensmittelindustrie und den Endverbraucher dar. Daher sind sichere und schnelle Nachweismethoden von essentieller Bedeutung.

Viele Kontaminationen können mit den bisher verwendeten Nachweismethoden erst nach mehreren Tagen festgestellt werden. Für einen Eingriff in das Produktionsverfahren zur Abwendung größerer Schäden ist es dann jedoch zu spät. Daher besteht seitens der Industrie großes Interesse an der Entwicklung neuer Methoden, mit denen Kontaminationen schon in frühem Produktionsstadium erkannt werden. Zwar ist die bisher übliche zeitaufwendige Standardmethode (selektive Anzucht, Ausplattieren) durch gentechnische Nachweisverfahren (PCR) ergänzt worden, aber hiermit lässt sich allein die Anwesenheit der Kontaminanten-DNA nachweisen, nicht jedoch die Anzahl tatsächlich vitaler Zellen. Das genau ist ein Merkmal der Durchflusszytometrie, die nicht nur die Detektion von Einzelzellen (>2000/s), sondern auch ihre Identifizierung, Quantifizierung und die Bestimmung der Vitalität ermöglicht.

 

An der FH Flensburg

wird der an der SDU entwickelte und an der FH Kiel beschichtete Mikrofluidik-Chip mit durchflusszytometrischen Anwendungen getestet. Dabei zeigt sich, dass spezielle Strukturen für die Probenvorbereitung (Färbung, Inkubation usw.) in den Chip integriert werden sollten. Außerdem werden Chips getestet, auf denen eine immunomagnetische Separation mit Hilfe spezifischer Antikörper an magnetische Partikel gebunden und mittels eines Magneten aus der Probe isoliert und angereichert werden können. 

 

weiter lesen