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Laufzeit

1.09.2010 – 31.12.2013

NanoFood: Bioanalytische Charakterisierung von Nanopartikeln in Lebensmitteln


Als Lead Partner des dreijährigen, interdisziplinären INTERREG 4a –Projektes NanoFood, untersucht die Fachhochschule Flensburg gemeinsam mit den Partnern an der Syddansk Universitet SDU in Sonderborg und Odense sowie dem Lebensmittelinstitut KIN e.V., Neumünster, die Biokompatibilität und toxischen Risiken von Nanopartikeln.

Hintergrund

Die Nanotechnologie gilt als eine der viel- versprechendsten Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Nanomaterialien und nanotechnologische Verfahren haben bereits heute eine Vielzahl von Anwendungen, in denen sie neue oder verbesserte Funktionalitäten und Produkteigenschaften versprechen. Die Größe der Partikel liegt bei unter 100 nm, also im Bereich der Herstellung und Modifikation von Material in der Größenordnung von Atomen und Molekülen. Das Thema Nanotechnologie im Lebensmittelbereich gewinnt zunehmend an Bedeutung. So werden z. B.

  • Verpackungen mit nanoskalierten Beschichtungen zur Verbesserung des Ausfluss der Lebensmittel, der Geschmacksqualität oder zur Verringerung von Sauerstoff-Kontamination
  • Einsatz nanoskalierte Trennmittel in Würzmischungen und Salzen
  • Nanoverkapselung zur Löslichkeitsverbesserung

eingesetzt. Die Verwendung dieser Technologie in Kosmetika, Medikamenten und Lebensmitteln wird jedoch potentiell mit einem neuen Risiko für die menschliche Gesundheit verknüpft, da Nanopartikel aufgrund ihrer geringen Größe die natürlichen Zellschranken durchqueren und zytotoxische Wirkungen entwickeln können.

 

An der FH Flensburg


werden Silbernanopartikel in definierten Größen von 10 bis 100 nm als Modellpartikel in in-vitro Untersuchungen mit der gastrointestinalen Zelllinie LOVO verwendet. Verschiedene Assays geben in Abhängigkeit von Größe und Dosis Aufschluss über die Wirkungen der Nanopartikel im Hinblick auf Stoffwechselfunktionen und Lebensfähigkeit der Zellen. Langfristiges Ziel ist es, einen universellen Bioindikator zu entwickeln, der auf dem Prinzip der Veränderung biochemisch-physiologischer Reaktionen von humanen Zellkulturen beruht, und eine frühzeitige Abschätzung von gesundheitlichen Gefahren durch Nanopartikel ermöglicht.


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